Ermittlungen in Berlin – keine Kühlung?

Ermittlungen in Berlin – keine Kühlung?

Berliner Amtsarzt ermittelt!

Der Amtsarzt der Stadt Berlin ermittelt derzeit gegen das Bestattungsfuhrunternehmen Eschke. Laut anzeigendem Konkurrenten soll dieser die Sterbefälle für die Stadt Berlin überführen und aus Zeit-/ oder Lagergründen die Verstorbenen nicht kühlend lagern. Diese Tätigkeiten seien mit der Personaldecke des Unternehmens nicht zu bewältigen sagte der anzeigende, Herr Reese.

Der Amtsarzt ermittelte vor Ort und stellte fest, dass insgesamt 17 Särge mit Leichen ungekühlt in einem Vorraum vorgefunden wurden. Der Inhaber der Firma Eschke sagte jedoch, dass diese Verstorbene gerade zur Krematoriumsfahrt bereitgestellt wurden.

Hier zeigt sich die prekäre Lage des Falles: Herr Reese war zuvor für die Überführungen der Stadt Berlin zuständig und wurde bei der letzten Ausschreibung nicht berücksichtigt. Fraglich ist ebenfalls, wieso die Verstorbenen nicht gekühlt gelagert wurden. Standen die Verstorbenen wirklich kurz vor der abfahrt zum Krematorium oder ist dies nur eine Schutzbehauptung des Unternehmers.

Es ist schwierig, als außenstehender eine eigene Meinung zu bilden.

Sind diese Vorwürfe haltbar?

Sollten die Vorwürfe tatsächlich zutreffen, wäre dies wirklich ein Skandal. Andererseits gibt es viele Ungereimtheiten und das ausgerechnet der letzte Erfüllungsgehilfe der Stadt Berlin die Anzeige aufgab – ergibt zumindest einen faden Beigeschmack.

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