Marktkommunikation

Marktkommunikation

Wie Bestatter mit der Bevölkerung kommunizieren

Im Jahre 2004 gab es ungefähr 3800 Bestattungsinstitute in Deutschland. Diese erwirtschafteten einen Jahresumsatz von ca. 2,8 Milliarden Euro. Jedes dieser Bestattungshäuser hat die Möglichkeit über „Werbeinstrumente“ im Rahmen des Marketing-Mixes zu verfügen.

Dies wäre beispielsweise die Absatzförderung. Hierzu gehören die Oberbegriffe Werbung und der direkte Verkauf von Waren im Geschäft.

Die Besonderheit für Bestattungsunternehmen ist der Drahtseilakt zwischen Werbung für das Unternehmen, Ethik und der Pietät. Daher scheiden viele Werbemöglichkeiten für Bestatter aus! Die Bestattungsbranche kann sich glücklich schätzen das Internet als neues Kommunikationsmedium gewonnen zu haben.

Hier besteht meiner Meinung nach langfristig beachtliches Potential welches man nicht unterschätzen sollte.

Das UWG

Wenn wir über Kommunikation sprechen, kommen wir um das UWG (Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb) leider nicht herum. Grundsätzlich dürfen Bestatter beispielsweise keine Mitarbeiter der Konkurrenz abwerben, oder gezielt Kunden anderer Bestattungsunternehmen ansprechen. Ebenso sollte selbstverständlich sein, dass Bestatter-Werbung in einem Krankenhaus nichts zu suchen hat! Hierzu gibt es auch gerichtiliche Urteile:

Werbung in- und um Krankenhäuser wird als pietätlos und unlauterer Wettbewerb angesehen.

Werbung eines Bestatters auf kommunalen Friedhöfen wird als unlauterer Wettbewerb angesehen.

Anzeige eines Bestatters auf Telefon-Notrufklebern ist ebenfalls unlauter, da hiermit der Bestatter mit der öffentlichen Sicherheit in Verbindung gebracht wird.

Angstappelle in der Kommunikation?

Studien haben ergeben, das Angstappelle in der Marktkommunikation von Bestattern eine schlechte Entscheidung sind und fast immer die schlechtesten Ergebnisse brachten. Beispielsweise wurde bei einer Studie nach dem Abschluss einer Vorsorge gefragt. 5,1% sagten Interesse zu (bei Angstappellen) und 12,2% hatten Interesse an einer Vorsorge ohne Angstappelle. Bei der Werbung mit dem Faktor Angst zu arbeiten wirkt also kontraproduktiv. Doch was also tun?

Sie können beispielsweise nur mit Verantwortung arbeiten, die Botschaft neutral gestalten oder die Angst mit Verantwortung kombinieren. Bei der Studie erreichte die neutrale Version die meisten Prozentzahlen.

Dennoch kann eine allgemeine Aussage nicht getroffen werden! Wie so häufig kommt es auf den Einzelfall an.